10. Dezember

Buchtipp:

 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green

Darum geht’s:

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

 

– unglaublich spannend, packend, rührend, traurig und zugleich wahnsinnig lustig. Ich habe es auf Englisch gelesen und ich liebte es von Anfang an. Ich bin ein großer Fan von John Green und liebe alle seine Bücher, doch dieses ist mit Abstand das beste! Absolut lesenswert!

Fortsetzung

London Airport

 

Das Flugzeug bremste und kam zum Stehen. Ich schaute aus dem Fenster. Viele Lichter leuchteten auf den großen Flugplatz und neben uns standen riesige Maschinen. Die Leute standen auf und sammelten ihr Gepäck ein. Ich stand auch auf, aber ich hatte kein Gepäck zum einsammeln, der Koffer  war das einzige was ich dabei hatte und den muss ich im Flughafen abholen. Ich lief Richtung Ausgang und Nick lief hinter mir her. Als wir außerhalb des Flugzeugs in einem Gang waren, blieben wir stehen. „Und wohin musst du jetzt?“ „Mein Gepäck erst mal holen. Kommst du mit?“ Er nickte. Dann liefen wir zusammen den Gang entlang Richtung Gepäckausgabe. Einige Menschen hatten sich schon um das große Fließband versammelt und warteten darauf, das ihr Koffer kam, damit sie ihn vom Band nehmen konnten. Aber bis jetzt war noch kein Koffer zu sehen. „Ich glaube das dauert noch eine Weile, magst du einen Kaffe?“ „Ja klar, aber ich muss gestehen, das ich nichts dabei habe.“ Er sah mich seltsam an. „Was meinst du?“ „Geld, ich hab kein Geld.“ Ich schaute auf den Boden. „Achso, ja das macht nichts, ich wollte dich sowieso einladen.“ Er zwinkerte mir zu, aber ich fühlte mich trotzdem ein wenig unwohl. Das ist mir schon peinlich, wenn ich absolut gar nichts habe. Aber woher soll ich denn auch was haben. Ich folgte ihm in Richtung Bäckerei. „2 Cappuccino bitte.“ Die Frau nickte. „To go oder für hier.“ „To go.“ Sie drehte sich um, drückte ein paar Knöpfe auf der Maschine und wendete sich an den nächsten Kunden. „Darf ich fragen wohin du danach musst?“ Ich schaute zu Nick. Wie sollte ich ihm das erklären. „Ehrlich gesagt, nein.“ Er runzelte die Stirn. „Wie meinst du das?“ „Das ist eine lange Geschichte.“ „Ich hab Zeit.“, sagte er und lächelte mir aufmunternd zu. „Na gut.“ Ich erzählte es ihm also. Das meine Eltern gestorben sind. Das ich bis jetzt immer von Familie zu Familie gezogen bin. Das ich danach in einem Heim gelebt habe, weil mich keine Familie mehr aufnehmen wollte, weil die meisten Familien nur kleine Kinder wollen, da die viel süßer sind, als ein 17-jähriges Mädchen. Das ich jetzt das erste Mal das Land gewechselt hab und ich nun zu einer neuen Familie komme, aber nicht weiß wie diese ist. Er hörte mir die ganze Zeit aufmerksam zu und unterbrach mich kein einziges Mal.