9. Dezember

Spekulatius – Tiramisu

Zutaten (6 Portionen) :

200 Gramm Sahne

2 TL Puderzucker

8 Spekulatiuskekse (ohne Mandeln)

Zubereitung:

  1. Sahne steif schlagen und mit etwas Puderzucker süßen. Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit der Küchenrolle zerbröseln.
  2. Dann einfach abwechselnd Sahne und Keksbrösel in kleine Tassen oder Becher schichten.
  3. Obendrauf noch die restlichen Spekulatiusbrösel.

 

Guten Appetit!

6. Dezember

Nachträglich zum 6. Dezember ein leckeres Weihnachtsrezept.

Vanillegipferl 

       Zutaten (für 105 Stück):

300 Gramm Mehl

120 Gramm Zucker

263 Gramm Butter (kalt)

3 Eigelb

150 Gramm Mandeln (geschält, gemahlen)

Vanilleschoten-Mark (von 1 Vanilleschote)

1 ½ Prise Salz

15 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (zum Wälzen)

       Zubereitung:

Mehl, Zucker, Butterflöckchen, Eigelb, Mandeln, Vanillemark und Salz zuerst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig 2 lange Rollen formen und in Frischhaltefolie gewickelt für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen. Die Teigrollen portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen und in je 35 Scheiben schneiden. Jedes Teigstück mit den Händen zuerst zu einer Kugel, dann zu einer etwa 5 cm langen, an den Enden spitz zulaufenden kleinen Rolle formen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Dabei die kleinen Rollen zu einem Hörnchen biegen.

Ein zarter und fettreicher Plätzchenteig – wie der von Kipferln – muss immer gut gekühlt sein, damit sie gut formbar sind und beim Backen nicht verlaufen. Am besten vor dem Backen noch einmal kurz in den Kühlschrank stellen. Die Kipferln im Backofen etwa 15 Minuten backen (die Kipferln sollen hell bleiben).

Den Vanillezucker in einen tiefen Teller geben. Die Kipferln vom Backblech nehmen und noch warm mit 2 Teelöffeln im Vanillezucker wälzen. Dabei vorsichtig arbeiten, da die Kipferln sehr mürbe sind. Die Kipferln auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.

2. Dezember

Moskau, Russland.

Moskau

 

 

Alleine mit einer Tasse heißem Tee schlenderte ich die schön geschmückten Straßen Moskaus entlang, auf dem Weg in den nächsten Buchladen. Die Bewohner hatten ihren Hauseingängen schon weihnachtlichen Hauch eingeführt und der Schnee stapelte sich schon auf den Gehwegen. Lichterketten verzierten Fenster und Auch die Bäume waren schon leicht winterlich geschmückt. Der Duft von Plätzchen stieg einem in die Nase. Ich bog um die Ecke als sich erneut viele bunter Farben an den Fensterscheiben präsentierten und ging geradewegs in den Buchladen. Als ich die Tür öffnete klingelte ein kleines Glöckchen und deutete dem Besitzer an, das ein Kunde den Laden betreten hatte. Ich schloss die Tür wieder hinter mir und trat in den Raum. Viele verschieden Bücher türmten sich zu allen Seiten auf und ich wusste nicht wo ich als erstes hingehen sollte. Da ich alleine wohnte und meine Eltern schon verstorben waren, verbrachte ich viel Zeit mit dem Lesen, da ich nicht wusste wohin sonst mit mir. Nach der Arbeit war es ein ganz netter Zeitvertreib und viele Figuren aus den Büchern waren mir ans Herz gewachsen. Natürlich fehlte mir jegliche Art von echter Zuneigung und Wärme. Seit ich denken kann war ich alleine und hatte nie eine echte Beziehung. Das war für mich sehr schlimm. Alleine die ganze Zeit zu sein und nie anerkannt zu werden. Das vermieste mir jedesmal den Tag. Ich wollte nicht alleine sein. Wieso kam es so? Als Kind hatte ich noch viele Freunde. Doch wie von einer Sekunde zur anderen, waren sie alle irgendwann nicht mehr da. Noch bei fand ein Mann mich attraktiv. Doch ich wusste nicht wieso. Eigentlich war ich eine ganz normale Frau.

„Suchen Sie was bestimmtes?“, ertönte eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah den Verkäufer, der mir recht jung erschien und den ich noch nicht kannte. Sonst traf ich immer auf ein und denselben Verkäufer, doch nicht heute. „Nein, ich suche nur etwas neues zum lesen, aber nichts bestimmtes.“ Er kam hinter dem Tresen hervor und stellte sich neben mich. „Hmm, dann kann ich vielleicht etwas empfehlen?“ Ich lächelte und nickte. „Ja klar.“ Er ging zu einem der Regale, zog ein Buch raus und kam wieder. Dann reichte er mir das Buch und tippte auf den Titel. „Das ist ein echt gutes Buch.“ Ich las den Titel „in pairs alone“. Ich kannte es nicht. Aber ich entschied mich dem jungen Mann zu vertrauen und kaufte es.

Als ich am nächsten Tag den Laden erneut betrat, war wieder dieser junge Mann dort. Er lächelte als ich herein kam. „Schon gelesen?“, fragte er und ich nickte. „Und?“ „Es ist gut. Anders als die Bücher die ich bis jetzt gelesen habe, aber gut.“ Er lächelte. Dann ging er in das Hinterzimmer des Ladens, kam mit einem Mantel wieder und sagte. „Zeit zu zweit allein zu sein, oder?“ Ich schaute ihn verwirrt an.“Na, eigentlich wollte ich Sie schon gestern fragen, ob Sie Lust haben, einen Kaffe zu trinken. Als ich Ihnen das Buch gab, wollte ich eigentlich bloß darauf anspielen, aber es ist wohl nicht ganz so deutlich gewesen wie ich es mir erhofft hatte. Das Buch ist grauenhaft. Nur der Titel hätte gepasst.“ Er musste lachen und ich auch. Er hatte Recht. Das Buch war scheußlich, ich wollte nur höflich bleiben. Er nahm meine Hand, als würden wir uns schon seit Ewigkeiten kennen und wir traten gemeinsam auf die Straße. Endlich war ich nicht alleine. Er grinste zu mir rüber. „Ich heiße übrigens John.“